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lüder h. niemeyer kunsthandel seit 1959

» ein wundervoller Rausch , ein Traum ,
in dem das homerische Zeitalter
noch einmal heraufbeschworen wurde «

Oswald Spengler

Alexanderzug
» Größter Eroberungszug aller Zeiten «

Beginnend mit der neuerlichen Hochzeit Philipp II. von Mazedonien und der daraus folgenden Entfremdung zwischen Alexander und seinem Vater, wird der vor nunmehr gut 2350 Jahren im Frühjahr 334 v. Chr. begonnene Alexanderzug in chronologischer Abfolge und begleitet von den historischen Quellen von Curtius Rufus und Johann Freinsheim in teils erstmaligen oder sogar unikaten Darstellungen der bildenden Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts als dem Höhepunkt des Alexanderkultes vorgestellt.

Dabei wird zugleich der Wandel in der Rezeption des Alexanderzuges und Alexanders selbst durch die Kunst aufgezeigt. Stand anfangs die Glorifizierung des siegreichen, edelmütigen Helden im Vordergrund als, ausgehend von Ludwig XIV., Selbststilisierung und Selbstvergewisserung der europäischen Aristokratie, so änderte sich das Bild später zunächst zur Reflexion, dann zu einer kritischen Auseinandersetzung sowohl mit der Person Alexanders des Großen als auch seinem Eroberungszug nach Indien, den er selbst schließlich als einen neuen Bacchuszug mit sich selbst als Bacchus sah.

Vorgestellt werden neben dem Eklat auf der schon erwähnten Hochzeitsfeier des Vaters Philipp II die großen Momente des Alexanderzugs. Darunter nicht allein die berühmten Entscheidungsschlachten von Arbela gegen den Perserkönig Dareios und am Hydaspes in Indien gegen Poros, sondern auch die Übergabe und der Einzug in Babylon als »triumphale Apotheose« (Donald Posner) wie auch so persönliche Augenblicke wie der Besuch im Zelt der Familie des Dareios am Morgen nach Issos oder die Reflexions-Zeichnung vom Hyphasis, die nicht allein den Beschluß zur Umkehr und damit eine Wendemarke der Geschichte zeigt, sondern zugleich ein ganz neues Historienbild begründet. Abschließend in wohl ebenso erstmaliger Darstellung in der Kunst der Kampf an der Mauer von Multan im Pandschab als »Alexanders heroischste(m) Moment« (Peter G. Tsouras).

Mit den zahlreichen Abbildungen und ausführlichen, umfangreich dokumentierten Texten lädt der Katalog ein zu einer in dieser Form wohl einmaligen Reise mit dem Alexanderzug als einem der großen Ereignisse der Weltgeschichte.

88seitiger Verkaufskatalog
mit zahlreichen teils doppelblattgroßen + farbigen Abbildungen

4° (30 × 20,5 cm | 11¾ × 8⅛ in), 88 Seiten, 47 (4 dblgr., 5 ganzseit.) teils farb. Abbildungen. Geheftet.
Schutzgebühr incl. Versand € 24.

Anforderung unter Nennung der Kenn-Nr. 16.136 per email / Vorauszahlung

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